Mein erster Karpfen aus Mecklenburg-Vorpommern

 

von Lucas Kietzke

 

An einem Mittwochmorgen machte ich mich mit meinem Vater auf den Weg zu einem See der mecklenburgischen Seenplatte.

Ich dachte die ganze Fahrt darüber nach, was mich dort wohl erwarten würde, da ich im Vorfeld schon viel über diesen großen Natursee gehört hatte.

 

Als wir nach nun knapp 2 Stunden Fahrt unser Ziel erreichten wurde ich in pures Staunen versetzt, klares Wasser, Sand- und Krautbänke und eine riesige Wasserfläche von über 400 Hektar!

 

Das Erste was getan werden musste, war natürlich die Wahl des Platzes für unser Camp, welcher sich schon nach wenigen Minuten ausfindig machen ließ.

Nun ging es an das Aufbauen des Camps, während sich mein Vater, mit Boot und Echolot, einen Überblick über die Gegebenheiten und potenzielle Hotspots des Gewässers verschaffte.

 

Nachdem dies getan war, kamen wir zu der Frage, welchen Köder man am besten nutzen sollte? Die alt bewährten Boilies, die ganz neuen Pop-Ups oder doch lieber die vertrauten Partikel rund um die Tigernuss?

Nach verhältnismäßig kurzem Überlegen, fiel die Wahl der Köder auf weiße fischige Boilies kombinert mit leuchtend pinken Pop-Ups. Das ganze wurde noch mit einem passenden Liquid übergossen, um die Attraktivität höchst möglich zu steigern. Natürlich wurden auch zusätzlich noch verschiedene Partikel verteilt.

 

Aufgrund des starken Windes, der genau auf unserem Camp stand und damit das Auswerfen erschwert hatte, wurden die Köder mit dem Boot ausgelegt.

Dank dem Wind dauerte diese Prozedur natürlich etwas länger als erhofft, das sollte sich aber schon sehr bald auszahlen. 

 

Nach getaner „Arbeit“ bereiteten wir unser Abendbrot vor, welches von einem lauten Piep-Ton gestört werden sollte!

Da die Ruten gute 50m vom Ufer entfernt im Wasser standen, musste man schnell in die Watstiefel schlüpfen und zügig zum Rod-Pod laufen.

An den Ruten angekommen, war diese schon zugleich in der Hand und der Anhieb saß direkt und es folgte ein toller Drill mit einigen Fluchten!

Leider konnte man nicht sagen wie groß dieser Fisch war, da er sich nach einigen Minuten in ein Krautfeld flüchtete und ausschlitzen konnte.

 

Nachdem der Köder der erfolgreichen Rute erneuert wurde, war diese auch schon wieder an dem vermeintlichen Platz ausgelegt, an dem der erste Biss erfolgte.

Der zweite Biss ließ nicht lange auf sich warten, aber dieser setzte sich ebenfalls nach kurzen Augenblicken im Kraut fest.

Daraufhin griffen wir sofort zum Boot und ruderten dem Fisch entgegen.

Nach wenigen Minuten konnte ich den Fisch aus dem Kraut führen und es gelang uns diesen Fisch dann auch, nach einem kurzen Drill, in den Kescher zu bringen.

 

Und damit war er gefangen, mein erster Karpfen aus Mecklenburg-Vorpommern!

 

In Ufernähe stiegen wir aus dem Boot und machten uns sofort daran den Fisch vorsichtig zu wiegen und machten natürlich noch das ein oder andere Foto.

Der schöne Spiegelkarpfen brachte knappe 19 Pfund auf die Waage und sollte nur der erste von vielen traumhaften Fischen sein!

 

Anschließend saßen mein Vater und ich in unserem Camp am Ufer und besprachen zum Abschluss des Tages die Strategien für den folgenden Tag.